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Pflanzensuche

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Pflanzensuche | Erkrankungen | Birnenverfall ~ Mycoplamen

Deutsch: Birnenverfall

Wissenschaftlich: Mycoplamen

Bekämpfung biologisch:Befallene Pflanzen vernichten

Sonstiges:
Der Birnenverfall, auch als pear decline bekannt, wurde als Krankheit 1963 erstmals in den USA entdeckt. Ursprünglich als Virus deklariert ist heute die Zuordnung zu den Phytoplasmen gesichert. Im Hinblick auf den Symptomverlauf ist zu unterscheiden in einen raschen Verfall und einen langsamen Verfall. Der rasche Verfall, bei dem der Baum innerhalb weniger Tage abstirbt, tritt scheinbar nur in den USA auf. Beim langsamen Verfall tritt eine über Monate andauernde Vitalitätsminderung ein, ein Absterben wird meist erst nach Jahren beobachtet. Charakteristisch für den langsamen Verfall sind frühzeitige Rotverfärbungen einzelner Astpartien im August, eine Triebspitzendürre sowie ein geringerer Triebzuwachs. Die Kronensymptome sind ursächlich mit Phloemnekrosen verbunden. Die Erreger überwintern im Bastgewebe der Wurzeln und besiedeln von diesem Depot aus dann den Baum. Ein sicherer Nachweis ist nur über das Wurzelgewebe möglich, die oberirdische Besiedlung erfolgt nicht systemisch, auch kann sie symptomlos erfolgen. Die Übertragung der Phytoplasmen erfolgt im wesentlichen über Birnenblattsauger (die Larven als auch die erwachsenen Tiere können hier als Überträger fungieren); innerhalb weniger Minuten ist die Übertragung abgeschlossen. Vorbeugende Maßnahmen sind die Verwendung von gesunden Unterlagen und Reisern, auch sind tolerante Unterlagen bekannt, weniger anfällige Sorten ebenfalls. Da der Erreger in den Wurzeln lokalisiert ist nützt ein Nachveredeln oder ein Rückschnitt nichts.