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Pflanzensuche | Pilze und Farne | Abendrot-Gürtelfuss ~ Cortinarius solis-occasus

Abendrot-Gürtelfuss ~ Cortinarius solis-occasus

Deutsch: Abendrot-Gürtelfuss

Wissenschaftlich: Cortinarius solis-occasus

Klasse:Ständerpilze (Basidiomycetes)

Familie:Schleierlingsartige (Cortinariaceae)

Gattung:Schleierlinge

Ordnung:Blätterpilze (Agaricales)

Vorkommen:im Fichtenwald, auf kalkreichem Boden.

Frucht:kein Speisepilz

Beschreibung:
Schleierling (Gürtelfuss, Wasserkopf Telamonia inklusive Dickfuss), Cortinarius (Sericeocybe)

Diese Gruppe enthält sehr verschiedenartige Pilze. Grosse, fleischige Arten mit vorwiegend trockenem, seidig-faserigem, kaum hygrophanem Hut und dickem, keuligem Stiel (Dickfüsse). Im weiteren kleine bis grosse Arten mit teilweise auffällig genattertem bis schuppig-flockig gegürteltem Stiel sowie leicht bis stark hygrophanem Hut (Gürtelfüsse, Wasserköpfe). Hut, Stiel und Lamellen sind vorwiegend grau-, gelb- bis rötlichbraun sowie grau- bis blauviolett (vor allem bei den grösseren Dickfüssen). Das reifende Sporenpulver färbt die Lamellen der meisten Arten zunehmend mehr oder weniger rostbraun. Der Geruch ist sehr verschieden. Neben obstartigem, süsslichem bis blumigem oder jod- bis gasartigem Geruch gibt es häufig erdartig, nach Rettich oder unangenehm nach verbranntem Horn riechende Arten. Wenige wachsen schon im Frühjahr oder Sommer, die meisten findet man im Herbst. Die Bestimmungstabelle ist in vier Hauptgruppen aufgegliedert. Auf der ersten finden sich die fleischigen Dickfüsse mit vorwiegend trockenem, feinseidig bis faserig-filzigem und kaum hygrophanem Hut sowie häufig dickkeuligem Stiel. Auf der folgenden Seite sind die Gürtelfüsse mit gefärbtem Velum (auffällig rot, grau- gelb-, ockerbraun oder braun). Auf der dritten und vierten finden sich Pilze mit vorwiegend hygrophanem Hut und weissem oder fehlendem Velum, unterteilt in Arten mit mehr oder weniger weissem bis violettlichem Stiel auf der linken und solche mit mehr oder weniger braunem Stiel auf der rechten Seite. Geruch, Standort, Hutoberfläche und Farbe machen differenziertere Unterscheidungen möglich. Eine genaue Bestimmung der meisten Arten, vor allem jener mit weissem oder fehlendem Velum ist sehr schwer und, wenn überhaupt, nur mit ausführlicher und spezieller Literatur zuverlässig. Aus dieser Gruppe sind nicht derart heimtückisch giftige Arten wie aus der Untergruppe Cortinarius oder Phlegmacium bekannt. Allerdings können auch keine Speisepilze empfohlen werden. Die Arten bewegen sich in der Bewertung zwischen leicht giftig bis wertlos.

Text: von www.pilze.ch